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Meningokokken. Seltene, aber heimtückische Krankheitsauslöser.

Meningokokken

Werbung. Nur, wenn unsere Kinder gesund sind, kann ich das Mama-Sein genießen!

Auf More is Now geht es ganz häufig um gesund köstliche Rezeptideen für die ganze Familie. So ein großes Anliegen ist mir das, weil gesunde Ernährung von Kindesbeinen an, Prävention für viele Zivilisationskrankheiten unserer Zeit bietet – Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen.

Als Mama musste ich bereits die Erfahrung machen, ist dein Kind schwer krank, wird alles andere rundherum zweitrangig. Wir als Eltern sehen es daher als unsere Pflicht, für die Gesundheit unserer Kinder die besten Ausgangsbedingungen zu schaffen und uns regelmäßig über aktuelle Erkenntnisse hinsichtlich Gesundheitsprävention zu informieren.

Aus diesem Grund habe ich mich über die Einladung von  GlaxoSmithKline (GSK) zum „Impfdialog 2019: Von Mythen bis Meningokokken“ gefreut. GSK ist ein Pharmaunternehmen, das Impfstoffe und Medikamente herstellt.

Meningokokken

Meningokokken, eine bakterielle Infektion, mit schwerwiegendem Verlauf

Ich kann mich noch an einen Morgen erinnern, als mein Mann von seinem Nachdienst im Krankenhaus nach Hause kam. Wir hatten damals noch keine Kinder. Bedrückt berichtete er mir damals vom Meningitis Fall eines kleinen Patienten. Zunächst sah da alles gar nicht so dramatisch aus, das Kind hatte „nur“ einen eigenartigen Hautausschlag, wirkte verkühlt und sehr müde. Mein Mann und seine KollegInnen waren allerdings ziemlich beunruhigt als sie den Hautausschlag näher untersuchten – es handelte sich um Hauteinblutungen namens Petechien. Innerhalb weniger Stunden verfiel das Kind und musste schnellsten in die Universitätsklinik überstellt werden, wo eine intensivmedizinische Versorgung des Kindes erfolgte.

Meningokokken

Dr. Marlies Haslinger, Kinderärztin (Mitte)

Auch Dr. Marlies Haslinger, Kinderärztin in Wahlarztpraxis und Kassenpraxis, ehemalige Oberärztin im St. Anna Kinderspital und Mama von zwei Kindern, berichtet bei der Informationsveranstaltung folgendes…

>>Die invasive Meningokokken-Erkrankung ist eine sehr seltene Erkrankung, die allerdings einen fulminanten und dramatischen Verlauf nehmen kann. Als Ärztin habe ich im Spital bereits leidvolle Erfahrungen mit Meningokokken-Erkrankungen machen müssen. Wir hatten dort Fälle von Meningokokken-Sepsis, bei denen Babys und Kinder innerhalb weniger Stunden, trotz INTENSIVSTER medizinischer Behandlung, gestorben sind.<<

Klingt das erschreckend? Ja! Will ich dir als Mama damit Angst einflößen? Nein! Ich will Bewusstsein schaffen für eine seltene Infektionserkrankung, die aufgrund ihrer unspezifischen Symptome gerne mit einer herkömmlichen Grippe oder einem grippalen Infekt verwechselt wird.

Dafür appelliert auch Sonja, Mama von inzwischen zwei erwachsenen Söhnen, die beide im Kleinkindalter von einer Meningokokken Infektion betroffen waren – sie sagt „Wenn ihr Kind grippeähnliche Symptome aufweist, einen unklaren Hautausschlag hat und/oder lichtempfindlich ist, dann rate ich dazu, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig. Bei den geringsten Anzeichen einer Infektion ist schnelles Handeln erforderlich und kann über Leben und Tod ihres Kindes entscheiden.“

Meningokokken Ansteckung & Symptome

Eine Meningokokken Erkrankung verläuft äußerst rasch  – die Erkrankung kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden tödlich verlaufen (1) – und zeigt anfangs unspezifische, grippeähnliche Symptome (2).

Meningokokken

Meningokokken Bakterien leben im menschlichen Nasen-Rachen-Raum und können durch Küssen, Husten und Niesen weitergegeben werden (1).

Typische Symptome einer Meningokokken Erkrankung (1,3):

  • Fieber
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Nackensteife
  • Lichtempfindlichkeit
  • Trägheit
  • Rötlich-violetter Hautausschlag (Im Gegensatz zu anderen Ausschlägen verschwinden diese nicht, wenn man mit einem durchsichtigen Trinkglas fest dagegen drückt.)

Die schwerwiegenden Folgen der Ansteckung mit Meningokokken wie etwa eine Meningokokken-Sepsis, eine sogenannten Blutvergiftung, können zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen. Der Körper ist nicht mehr in der Lage die lokale Infektion zu beherrschen und es kommt zu einer Ausbreitung der Erreger in die Blutbahn. Eine Meningokokken-Meningitis ist übersetzt eine Hirnhautentzündung. Der Erreger breitet sich in der Rückenmarksflüssigkeit und in den Hirnhäuten aus.

Obwohl jede zehnte Person Meningokokken in sich trägt, kommt es bei den meisten Menschen zu keinerlei Symptomen. Selbst Mediziner und Wissenschaftler wissen noch nicht genau, warum Meningokokken bei manchen Menschen invasiv werden können. Trifft es allerdings dich als Familie, dann hilft die geringe Fallzahl nicht. Dann steht die Welt Kopf.

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Meningokokken Risikogruppen

Besonders gefährdet an Meningokokken zu erkranken sind drei Altersgruppen.

  • Das größte Risiko haben definitiv Säuglinge unter 1 Jahr, da ihr Immunsystem noch unreif ist.
  • Kleinkinder zwischen 1 und 4 Jahren sind auch gefährdet, da sie sich in Kindergärten und bei Geschwistern anstecken können.
  • Die dritte gefährdete Altersgruppe sind Jugendliche, die sich durch engen Kontakt bei anderen Jugendlichen infizieren können z.B. während Partys, auf Festivals, aber auch in Kasernen und Studentenheimen.“

– erklärt Dr. Philipp Günzl, medizinisch/wissenschaftlicher Ansprechpartner bei GSK für Impfstoffe und selbst Vater eines 1-jährigen Sohnes.

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Dr. Philipp Günzl (Mitte)

>>Man sollte sich beim Spezialisten (Arzt) informieren und nicht alles glauben, was irgendwer ohne verlässliche Quelle ins Internet stellt. Ich gehe bei einem Heizungsschaden zu Hause auch nicht zu einem Tischler<<

– argumentiert Hannes, 36 Jahre und als Jugendlicher selbst von einer Meningokokken Infektion betroffen.

Hannes lag 2 Wochen im Koma und musste, als er wieder aufgeweckt wurde, alltägliche Dinge wie Zähneputzen, Schreiben & Lesen ganz neu lernen. Für ihn eine dramatische Erfahrung, die in bis heute anspornt, Aufklärung rund um das Thema zu betreiben.

Ich sitze bei der Informationsveranstaltung drei Meter von Hannes entfernt und spüre, es ist ihm eine Herzensangelegenheit! Er sagt „Jeder kann etwas tun, einfach machen!“ und meint damit, die Sensibilisierung für das Thema Meningokokken. Diesen Satz notiere ich mir.

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Hannes, Meningokokken Betroffener (ganz rechts)

Schutz gegen Meningokokken Erkrankungen

Was ich euch hier als Mama hinsichtlich Meningokokken und Vorkehrungsmaßnahmen mitgeben will, lasst euch von ÄrztInnen beraten – vorab findest du ganz viele hilfreiche Informationen auch hier.  ÄrztInnen bieten Aufklärung, welche Meningokokken Serogruppen – A, B, C , W & Y –  man unterscheidet und bei welcher Altersgruppe man durch welchen Impfstoff das Risiko einer Meningokokken Infektion MINIMIEREN kann.

Sonja sagt abschließend bei der Informationsveranstaltung „Ich finde es wichtig, dass Eltern wissen, was Meningokokken sind und welche Symptome im Falle einer Erkrankung auftreten können. Kinderärzte sollten Eltern über die Risiken der bakteriellen Infektion informieren. Die Impfung ist der beste Schutz gegen eine Meningokokken Erkrankung.“ Damals als ihre beiden Söhne erkrankten gab es die Impfung noch nicht.

In Jahr 2018 zählte man 30 Meningokokken-Fälle in Österreich, wobei die Mehrheit durch die Serogruppe B verursacht wurde. 1-5 Überlebende einer Meningokokken Erkrankung leiden an dauerhaften Folgeschäden wie Amputation, Gehirnschäden oder Taubheit.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der GSK und enthält Werbung durch Unternehmensnennung. Die in diesem Artikel beschriebenen Informationen wurden von der GSK zur Verfügung gestellt.

Fotos Informationsveranstaltung © GSK.


Meine sehr persönliche Meinung zum Thema für uns als Familie

Erst kürzlich habe ich einen äußerst gut recherchierten Artikel von GEO-Redakteurin Vivian Pasquet, promovierte Ärztin, über „Impfen!? Alle Antworten für die richtige Entscheidung“ gelesen. Das Geplänkel mit kontrovers etc. erspare ich mir und euch jetzt einfach.

Mir brennt folgendes so sehr auf der Seele…

…Tatsache ist, die Lobby der Impfgegner (nur 4-5% der Gesamtbevölkerung werden in Österreich dazu gezählt) ist laut, sehr laut. Dadurch hat man als Eltern schnell das Gefühl, man müsste ihr Gehör schenken und beginnt an den Errungenschaften moderner Medizin zu zweifeln. Ich bzw. wir als Eltern vertrauen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien. Studien, die nach wissenschaftlichen anerkannten Kriterien erstellt wurden.

Mein Mann und ich sind dankbar, dass unsere Kinder aufgrund von Impfungen nicht nur sich, sondern auch andere Kinder vor gefährlichen Krankheiten schützen. Das kritische Hinterfragen von uns Eltern stellt sicher, dass WissenschaftlerInnen und Behörden korrekt arbeiten. Gerade mein Mann als Mediziner kennt mögliche schwer verlaufende  Erkrankungen. Er informiert sich regelmäßig in Fortbildungen über die aktuelle Studienlage zu Impfungen, ihre Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Aus diesem Grund war uns immer klar, dass unsere Kinder den Empfehlungen des österreichischen Impfplans folgend geimpft werden.

Sehr gerne lege ich euch die Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu den 20 häufigsten Einwänden gegen das Impfen ans Herz und für einen ausgiebigen Blick in den Österreichischen Impfplan sollte man als Eltern auch Zeit finden.


Referenzen:

(1) World Health Organization. Meningococcal vaccines: WHO position paper, November 2011. Weekly Epidemiological Record. No. 47, 2011;86:521–40.

(2) Thompson MJ, et al. Clinical recognition of meningococcal disease in children and adolescents. Lancet 2006; 367 (9508): 397–403.

(3) National Health Service UK. Meningitis Symptoms https://www.nhs.uk/conditions/ meningitis/symptoms. (abgerufen am 14.9.2018)


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