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„Wie machst du das eigentlich…?“ Ansichten und Einsichten in das Leben einer Working Mum Christina Wolff-Staudigl

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Reformhaus Kaminzimmer

Heute – Mompreneur & Geschäftsführerin des familieneigenen Unternehmens Reformhaus & Naturparfümerie Staudigl.

Vor kurzem durfte ich Christina und einen Teil ihrer Familie selbst kennenlernen. Bei der Eröffnung der nun großzügig und in neuem Glanz erstrahlenden Naturparfümerie in Wiens Innenstadt. Christinas Mama war da, ihr Bruder und eine Schar an emsigen Mitarbeiterinnen, die bei den Staudigl‘s ja beinahe zur Familie gehören.

Working Mum Christina Wolff Staudigl

Copyright Staudigl

Christina hatte mich zum Eröffnungsevent für Presse und Blogger eingeladen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich sie aber schon längst um ein Interview zum Thema Work-Life- Balance als Mama und Unternehmerin gebeten. Somit steht dieser Beitrag in keinerlei Zusammenhang mit Christinas Einladung 😉

Damit ihr euch allerdings ein Bild von den richtig schönen Produkten, die es in der Naturparfümerie Staudigl zu kaufen gibt, machen könnt, habe ich euch den Inhalt des Goodie Bags schnell mal fotografiert. Das Goodie Bag wurde allen anwesenden (Beauty- und Fashion-)Bloggerinnen beim Eröffnungsevent kostenlos zur Verfügung gestellt.

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Naturkosmetikprodukte

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Festes Shampoo

Secrets de Provence Festes Shampoo – ganz links im Bild

Hier noch zwei super wichtige Bemerkungen meinerseits:

  1. Der Altersdurchschnitt der jungen Blogger-Kolleginnen wurde durch meine und die Anwesenheit von 2-3 anderen Bloggerinnen um mindestens 10 Jahre in die Höhe getrieben. Sah man uns „alten Hasen“ selbstverständlich nicht an, wir verwenden ja alle fleißig Naturkosmetik 😉 und…
  2. Zwischenzeitlich habe ich bereits das feste Shampoo (Secrets de Provence), die rabenschwarze Whitening Zahnpaste und die unheimlich leckere Staudigl Teemischung Frauenzimmer getestet. Das Shampoo ist tatsächlich der Knaller und auch, wenn die Zahnpaste zunächst gewöhnungsbedürftig erscheint, nach ein paar Tagen will man keine andere mehr. So nun weiter im Text…

Jedenfalls war das Eröffnungsevent für mich äußerst unterhaltsam und so ein leckeres Catering mit Reispapier-Sommerrollen und Chia-Schokokuchen gab es dann auch noch. Ach, mehr von den Staudigl Köstlichkeiten erzählt euch Christina gleich selbst. Schön war auch, einmal richtig viel Zeit zu haben, um mehr über Lieblingsmarken wie Susanne Kaufmann, RMS Beauty und Dr. Hauschka zu erfahren.

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Whitening Zahnpasta

My Magic Mud Zahnpasta

Weil einige von euch nach dem Event gefragt haben, welche Kosmetikprodukte ich selbst täglich verwende, gibt es hier ganz bald einen Beitrag zu meiner Mama Tages-Make-Up Routine. Wobei das eher so der Fast-Lane-Spur am Flughafen beim Einchecken entspricht – eine 2 Minuten Aktion, die mir allerdings hilft selbst eine kurze Nacht schnell mal wegzuschminken!

Jetzt legt aber Christina los, die richtig viel Spannendes zu erzählen hat – über ihre Familie, ihren Garten und selbstverständlich auch ihr Unternehmen, das Reformhaus und die Naturparfümerie.


Hallo Christina! Wie setzt sich deine Kernfamilie zusammen und wie alt sind deine Kinder? Ist dein Mann auch im Unternehmen Staudigl engagiert oder arbeitet er in einem anderen Bereich?

Wir haben zwei Töchter, Sarah (16) und Hanni (12). Mein Mann hat einen ganz anderen Beruf und das ist fein, denn so haben wir uns immer etwas zu erzählen. Er ist Sportreporter beim ORF (Anmerkung Olivia – ORF steht für Österreichischen Rundfunk, also Fernsehen).

Wie ist bei euch die Kinderbetreuung organisiert?

Unsere Kinder wachsen sehr selbstständig auf und zu unser aller Glück haben sie ganz wundervolle Großeltern, die immer sehr liebevoll für sie da sind. Auch sonst haben wir einen sehr engen Familienzusammenhalt – dafür bin ich sehr dankbar.

Wie läuft es bei euch zu Hause? Sind die Aufgaben 50:50 verteilt oder welche Lösung habt ihr für euch gefunden?

Jeder macht, was er am besten kann und so funktioniert das auch bestens. Ich wasche die Wäsche, die Kids hängen sie auf. Geschirrspüler machen Gott sei dank alle 😉 Den Garten und die technischen Dinge übernimmt mein Mann – er kann aber auch wunderbar bügeln und übernimmt den Einkauf.

Wohnt ihr in Wien oder außerhalb und habt ihr einen Garten? Wenn ja, machst du viel selbst im Garten, also pflanzt & hegst du dein eigenes Gemüse & Obst? Wie verarbeitest du die Früchte deiner Gartenarbeit am liebsten?

Mein Mann und ich stammen aus derselben Ortschaft in Niederösterreich. Hier haben wir auch unser Haus mit Garten gebaut, indem sich zu meiner Freude, neben einem Kräuterparadies, auch ein Hollerbusch, Gingko, Weißdorn, Sanddorn und Obstbäume wohlfühlen.

Kerbelblüten auf dem Tomatensalat, die Sommersonne im Marmeladenglas, Lavendelkissen für den Kleiderbügel, Salbei- oder Kamillentee als kleine Wohltat zwischendurch – ja, unser Garten ist nicht nur schön und duftig, wir nutzen auch fleißig, was er uns schenkt.

Als „Mompreneur“ ist man täglich mit Herausforderungen konfrontiert. Was findest du als Unternehmerin & Mutter am schwierigsten? Bleibt dir am Ende des Tages noch Zeit für dich selbst?

Die größte Herausforderung für mich  ist es, schön und fit zu bleiben und Kleidung für mich zu kaufen. Aber ich achte schon auf Eigenzeitfenster. Meine „heilige Stunde“, die ungestört nur mir gehört,  ist täglich von 5 bis 6 Uhr früh – diese „Zeit mit mir“ ist wohl der wichtigste Termin des Tages. Und am Wochenende gönne ich mir auch ein/zwei Stunden. Wichtig erscheint mir zudem, dass man immer wieder kurze kinderfreie Auszeiten mit dem Partner plant, um die Beziehung zu pflegen.

Welche Eigenschaft(en), die du dir als Mama angeeignet hast, kannst du auch im Beruf einsetzen?

Von Kindern kann man wirklich vieles fürs Leben und den Beruf lernen: in stressigen Zeiten Geduld und Nerven bewahren, Organisation und Zeitmanagement (Kind krank, was nun?), Fokussierung, Flexibilität und Vordenken, Toleranz,  die Erkenntnis und dass nicht immer alles nach dem eigenen Kopf laufen kann und auch nicht muss. Ganz besonders aber auch Dankbarkeit allen gegenüber, die einem im Leben zur Seite stehen, im Beruf sind das unsere Mitarbeiter, aber auch unsere Kunden.

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Naturparfums

Copyright Staudigl

Was ist die Besonderheit an arbeiteten Müttern – du hast ja bestimmt auch einige in deinem Team?

Dass man nachhaltig denkt, mit der Natur lebt und sie nicht ausbeutet, das ist bei Müttern oder Eltern sicher ausgeprägter, weil sie immer auch an die Zukunft ihrer Kinder denken.

Wenn du 3 Wünsche an die Politik bzw. Gesellschaft hättest, welche wären das hinsichtlich Vereinbarkeit von Beruf & Familie? Kann man in Österreich noch etwas besser machen, für uns Mamas – interessant ist auch deine Perspektive als Arbeitgeberin & Mama?

Wenn ich darauf eine Antwort hätte, wäre ich wahrscheinlich schon in der Politik.  Wie gesagt, wir haben in der Familie ja ein helfendes Umfeld, aber das haben ja nur wenige. Es mag helfen, wenn man mehr Kinderbetreuungsstätten mit längeren Öffnungszeiten schafft, doch meist vergisst man in der ganzen Diskussion die Kinder. Kein Kind wünscht, um 7 Uhr aus dem Haus gebracht zu werden und am Abend von erschöpften Eltern ins Bett gebracht zu werden. Und viele Eltern wünschen sich einfach mehr Zeit für die Kinder. Doch Zuhause zu bleiben, das kann sich kaum einer leisten.

Man müsste das ganz neu andenken: nicht nur wo man Kinder unterbringen kann, sondern wie können für Familien mit Kleinkindern die Lebenshaltungs- und Wohnkosten gesenkt werden, so, dass es eine gesunde Erwerbs- und Familienarbeit wieder ausgewogen nebeneinander geben kann. Schließlich geht es dabei ja nur um einige Jahre, solange die Kinder klein sind und fürs Leben geprägt werden. Das wäre wohl die beste Prävention für glückliche Kinder, eine zufriedenere, gesündere Gesellschaft und weniger Burnouts.

Im Betrieb, aus heutiger Sicht, erfordert eine Umsetzung eine breite Beteiligung der Beschäftigten. Es ist wichtig, dass man miteinander offen alles bespricht, sich gegenseitig hilft und lösungsorientiert denkt, weil wir an einer gemeinsamen Aufgabe mitwirken. Wir tun das täglich bei unserer Morgenrunde.

Worauf legst du bei der Erziehung deiner Kinder besonders großen Wert? Welche Werte willst du deinen Kindern für ihre Zukunft mitgeben?

Ich denke, man kann hier nichts vorgeben. Man gibt den Kindern mit, was man vorlebt. Bei uns ist das Familienzusammenhalt, weil wir gemeinsam immer schaffen, was einer allein nicht kann. Aber auch ökologische Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Achtsamkeit, soziale Verantwortung, Dankbarkeit, die Bereitschaft zu lernen und auch Demut.

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Blumen mit Naturkosmetikprodukten

Wie sieht ein typischer Tag  – morgens vom Aufstehen bis zum Schlafengehen – bei dir aus?

Von 5 bis 6 meine heilige Stunde, gemeinsames Frühstück, Fahrt ins Geschäft, Mitarbeiter-Morgenrunde, das typische Tageswerkt, das man als Geschäftsfrau hat, gegen 19 Uhr Heimfahrt, gemeinsames Abendessen bei dem wir über unseren Tag erzählen und auch über die kommenden Tage reden.

Treibst du regelmäßig Sport? Welchen Stellenwert nimmt Bewegung in deinem Leben ein?

Zu wenig, mein wunder Punkt. Ich laufe zwar den ganzen Tag viel im Geschäft herum und wir machen natürlich auch Ausflüge mit den Kindern, aber regelmäßig ins Fitnessstudio oder Laufen gehen, das schaff ich einfach nicht. Ich glaube, niemand kann alles schaffen, ohne dass etwas auf der Strecke bleibt.

Berufsbedingt legst du Wert auf ausgewogene Ernährung. Hier kursieren ja ganz viele Mythen und jedes Monat sprießt ein neuer Trend  aus dem Boden – vegan, Paleo, Bone Broth Soup – was zählt am Ende des Tages wirklich? Gibt es Trends, die Bestand haben?

Das kann man nicht vereinheitlichen. Jeder Mensch ist anders. Wichtig ist, dass man sich ein Basiswissen aneignet und versteht, was der Körper, der Organismus zum Funktionieren alles braucht und mit welchen Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungen ich ihn am besten unterstützen kann. Wenn man dann noch auf den  Körper hört und darauf achtet, was einem gut tut, kann man kaum etwas falsch machen. In unserem Geschäft kann man auch Termine bei professionellen Ernährungsberatern buchen, sich damit einmal auseinanderzusetzen lohnt sich wirklich. Da muss man keine neuen Diäten mehr ausprobieren, weil man‘s gleich richtig macht.

…und was hältst du von Diäten?

Wenn ich krank bin, kann eine Diät die Heilung unterstützen. Wenn ich abnehmen will, ist eine nachhaltige Ernährungsumstellung der zielführende Weg. Aber vor allen Diäten ist es wichtig, sich und seinen Körper anzunehmen, wie er ist, sich selbst lieben zu lernen und sich von medialen Idealvorgaben nicht in die Irre führen zu lassen. Ich kenne niemanden, der mehr gemocht oder erfolgreicher wurde, nur weil er 5 oder 10 Kilo weniger hatte.

Wie unterstützt ihr im Staudigl Reformhaus eure KundInnen bzgl gesunder Ernährung? Bzw verkauft ihr „nur“ gesunde Nahrungsmittel oder vermittelt ihr auch das nötige Knowhow für gesunde Ernährung?

Unser Sortiment ist biologisch ausgerichtet. Jedes Produkt wird von uns geprüft, bevor wir es einführen und wir kennen alle unsere Lieferanten auch persönlich. Da uns Kompetenz und Beratungsqualität wichtig sind, beschäftigen wir ausgebildete Drogisten und wir legen großen Wert auf fachliche Weiterbildung. Wie bereits gesagt, kommen zu uns auch regelmäßig professionelle Ernährungsberater, die bei uns ein Büro haben und nach Terminvereinbarung unsere Kunden (aber auch uns) beraten.

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Reformhaus von Innen

Copyright Staudigl

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Einladung Naturparfümerie

Verrätst du uns eines deiner gesunden easy peasy Lieblingsrezepte, das auch für Mamas im Alltag geeignet ist? So ein schnelles Mittag- oder Abendessen?

Tabuleh – Petersilien-Tomatensalat mit Minze und Bulgur

Dieser nach frischer Mine duftende Salat stimmt vergnüglich und sättigt, ohne dass man sich danach erst mal eine Stunde hinlegen muss. Er ist zudem perfekt zum Mitnehmen oder Vorbereiten, weil er durchgezogen noch besser schmeckt.

Für 4 Personen

  • 60 g Bulgur (oder Couscous in 180 ml heißem Gemüsefond ziehen lassen)
  • 3-4 Tomaten
  • 1 Romana Salatherz
  • 1 Salatgurke
  • 2 Bd. Petersilie
  • 2 Stängel Minze
  • 2 Frühlingszwiebel, fein gehackt
  • Saft von 1 Zitrone
  • 4 EL Olivenöl
  • Steinsalz
  • 1/2 TL Minzeblätter zum Garnieren

Zubereitung

  • Bulgur etwa 10 – 15 Minuten in kaltem Wasser einweichen, abgießen, gut abtropfen lassen. Das schwemmt die Bitterstoffe aus. Erst dann im heißen Gemüsefond gar ziehen lassen.
  • Tomaten blanchieren, häuten, entkernen. Tomaten und Gurke klein würfeln. Davon 2 EL beiseite stellen.
  • Petersilie und Minze grob hacken, die Zwiebel, Bulgur, Gurken- und Tomatenwürfel untermischen. Mit Salz, Zitronensaft und Olivenöl abschmecken. Er sollte richtig „shiny“, also glänzend sein.
  • Auf Salatherzen anrichten, mit den restlichen Tomatenwürfeln und mit Minze ausgarnieren.

Von uns bereits nachgekocht 😉

Trinkst du Kaffee, Tee oder beides? Was frühstückst du am liebsten?

Im Grunde bin ich ein Teetrinker, nicht nur weil es gut tut und schmeckt, sondern weil mich die Geschmacksvielfalt der Kräuter und Pflanzen so fasziniert. Dazu ein „lebendiges“ Rohkost-Brötchen aus frisch gemahlenem Korn. Zu Mittag gibt’s dann bei uns im Reformhaus die köstliche Auswahl an gesunden Suppen, Schichtsalaten, Polenta-Pizzen, Säfte und vieles mehr. Da liebe ich die saison-frische Abwechslung.

Was sind deine drei Lieblingsprodukte aus dem Reformhaus und wie verwendest du sie?

Das ist ganz unterschiedlich und saisonal abhängig. Im Frühling eine Kur mit Pflanzenfrischsaft, im Winter etwas, das das Immunsystem stärkt. Da wir jedes Produkt, das wir neu ins Sortiment aufnehmen probieren, leben wir sehr abwechslungsreich. Nicht verzichten möchte ich auf unsere kostbare Staudigl Küche, die immer auch ein gesundes Extra bietet. Unverzichtbar sind für mich unsere selbst gemachten Seifen. Sie sind naturverwöhnt, wohltuend und streicheln auch die Seele von außen.

Du bist ja auch Expertin, wenn es um Trends in der Naturkosmetik geht  – No Poo, aluminiumfreie Deo Paste, Manuka Honig Zahnpasta etc. Welcher dieser Trends hat Bestand und wie bedient ihr die Nachfrage nach solchen Produkten in eurer Naturparfümerie?

Durch unsere jahrelange Erfahrung, Bekanntheit und unser Engagement sind wir für viele Lieferanten, aber auch für Journalisten, erster Ansprechpartner, wenn es um neue Erkenntnisse oder Produkte im Bereich der gesunden Ernährung oder Schönheitspflege geht. Produktenwicklungen sind ja immer auch Antworten auf einen Zeitgeist bzw. auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Wir fahren zudem auf alle nennenswerten Reform-Messen und sehen uns auch in anderen Ländern um, um stets up-to-date zu sein. Unsere Kunden informieren wir regelmäßig über unsere Hauszeitung, unsere Homepage, Social Media-Kanäle und vor allem im Geschäft.

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Naturkosmetik

Copyright Staudigl

Gesichts-, Haar- & Körperpflege & Make-Up – welche Produkte empfiehlst du Mamas. Wir sind ja alle Frauen, allerdings haben Mamas in der Regel viel weniger Zeit. Ist No Poo zb nicht viel zeitaufwendiger als das Waschen der Haare mit herkömmlichem Shampoo? Wie lässt sich Naturkosmetik einfach in den Mama Alltag integrieren?

Kaum etwas ist so individuell, wie die tägliche Schönheitsroutine und mit ihr der Anwendungs- und Schönheitsanspruch. Jedem ist da etwas anderes wichtig. Darum ist Beratung so sinnvoll. Wer sich fachlich gut beraten lässt, vermeidet in der Regel auch Fehlkäufe und ein Besuch in der Naturparfümerie spart auch Zeit – weil man nicht stundenlang vorm Computer sitzen muss und alles mühsam selbst und auf Verdacht zusammensuchen muss. Da kann man keinen allgemeinen Tipp abgeben, außer dass man sich wirklich natürlich und frei von Chemie pflegen sollte. Denn, was auf die Haut kommt, wird auch von ihr aufgenommen. Wichtig ist die tägliche hautfreundliche Reinigung, denn Wasser allein killt zum Beispiel keine Bakterien.

No Poo ist weniger ein Trend, vielmehr eine Lebenseinstellung. Ich selbst vertraue – schon allein aus Zeitgründen – Haarpflegeprodukten auf rein natürlicher Basis. Hier werden die schäumenden sulfathaltigen Tenside durch biologisch abbaubare Zuckertenside ersetzt. Wissen sollte man, dass natürliche Haarpflege-Produkte wenig Schaum bilden. Sie reinigen jedoch nicht weniger und sind sogar verträglicher.

Ich habe vor kurzem ein interessantes Buch der Dermatologin Dr. med Yael Adler gelesen, in dem sie beschreibt, dass wir heutzutage alle unsere Haut in der Regel „überpflegen“. Die menschliche Haut hat sich seit der Epoche der Steinzeit nicht radikal geändert und damals gab es keine Seife, keine Augencreme und auch keine Ampullen mit Hyaluronsäure. Weniger ist also auch heute für unsere Haut oftmals mehr – wie sieht du das?

Ich möchte jetzt nicht unbedingt mit den Menschen in der Steinzeit oder bis hinein ins Mittelalter tauschen. Allein die Hygiene von heute trägt wesentlich zu unserer langen Lebenserwartung bei. Abgesehen davon ist das Thema Schönheit so alt wie die Menschheit, das gehört zum Menschsein einfach dazu. Schon die Urmenschen haben sich mit Tannennadeln die Zähne geputzt und man hat sich schon bald mit Ölen und Tinkturen gesalbt – vor allem um die Haut zu schützen. Es ist aber zweifelsohne interessant und spannend, in den Weisheiten alter Völker nach Naturrezepten zu forschen. Letztendlich basiert darauf ja auch die heutige Kosmetik. Verändert hat sich die Technologie, die zum Beispiel natürliche Grundsubstanzen viel feiner emulgieren kann und die Produkte auf Reinheit und Verträglichkeit viel besser prüfen kann.

Es stimmt schon: viel hilft nicht viel. Mit dem „Überpflegen der Haut“ ist aber vielfach ein unregelmäßiges, irritiertes Hautbild gemeint und meist  das Ergebnis von falscher Pflege. Die Haut ist ja ein Organ, ein Organismus, auf dem auch eine Hautflora lebt. Wenn ich die zerstöre oder überfüttere, dann kann das Ergebnis kein gewünschtes sein.

Wenn du nur drei Produkte (Pflege/ Nahrungsmittel) mit auf eine Insel nehmen dürfest, welche wären das – drei Dinge, ohne die du einfach nicht auskommst? Bei mir ist es zb  das LIP2CHEEK Cremerouge von RMS 😉

Staudigl Seife, mit der kann ich mich von Kopf bis Fuß waschen. Die zellschützende Sonnencreme von Susanne Kaufmann und den Lippenbalsam Liplux SPF 30 von Coola.  Hautschutz und der Schutz vor Bakterien (die seife nachweislich abtötet) wäre mir auf einer Insel das Wichtigste.

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Frauenzimmer

Copyright Staudigl

Was ist dein liebstes Reiseziel mit Kindern?

Natürlich sollte man Kindern auch das Meer erleben lassen und Ihnen die Welt zeigen, aber viel wichtiger erscheint es mir allerdings anfangs, dass sie Österreich kennenlernen, Bundesland für Bundesland, da lernt man das Land schätzen, indem wir leben.

Wenn du einen Tag Zeit nur für dich selbst hättest, wie würdest du diesen Tag verbringen?

Alleine zuhause mit meiner Playlist und einem Liebesroman 😉 – ah noch etwas: in Ruhe mein Essen genießen und einen unterhaltsamen Film ansehen!

Drei Lieblinge:

Ein Buch – Traumfänger, ein Film – Anne auf Green Gabels, ein Blog – kein bestimmter?

Wo gehst du in Wien gerne Essen? …und wo shoppst du am liebsten?

Da ich selten die Möglichkeit habe, essen zu gehen, probieren wir immer etwas Neues aus. Am liebsten shoppe ich in Blumengeschäften.

Und noch eine letzte Frage – was magst du besonders am „Mamasein“ und wie machst du dir die beste Zeit als Mama mit deinem Kindern, aka //More is Now//?

Besonders schön ist es, wenn wir am Abend alle zusammen kommen und am Esstisch gemeinsam essen und tratschen 😉

Es ist einfach entzückend, wenn man erkennt, dass einem die Kinder kopieren (in Mimik, Wortwahl, Entscheidungen).


Working Mum Christina Wolff Staudigl_Beauty Naturkosmetik

Working Mum Christina Wolff Staudigl_Creme, Maske und Pflegebad

An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön am meine Tante, die seit Jahren zum Staudigl Team gehört und dieses Interview mit Christina für mich „eingefädelt“ hat!!!

Hat es euch auch so großen Spaß gemacht Christinas Antworten zu lesen? Findet ihr die Reihe „Working Mum – Wie machst du das eigentlich?“ prinzipiell interessant. Helft ihr mir da mal weiter und hinterlasst mir ein kurzes Kommentar unter diesem Beitrag?

Im ersten Beitrag dieser Reihe habe ich Elisa von Wagners Kulinarium befragt (zwischenzeitlich hat sich Elisa entschieden ihre Produkte nur mehr online zu vertreiben) und Kathi vom Yogahäuschen hat mir auch schon Frage und Antwort gestanden.

Viel Vergnügen beim Lesen!


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Working Mum Staudigl_Christina in der Naturparfümerie

Foto Quelle // Copyright Staudigl


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4 Kommentare

  1. Lisa sagt

    Liebe Olivia,

    der Blogpost war total interessant und Christina scheint eine sehr sympathische Frau zu sein.

    Aber weißt du was mich interessieren würde. Wie machst du das mit Kids, Mann, Job und Haushalt?
    Wie meisterst du alles?
    Macht ihr euch (dein Mann) immer alles aus. Machst du Sport, geht ihr aus, fährt ihr mal ein Wochenende alleine weg?
    Habt ihr einen Babysitter
    Und
    Hast du auch mal ein schlechtes Gewissen.

    So ein Wochenplan von dir wäre mal sehr interessant

    Alles Liebe
    Lisa

    • Liebe Lisa,

      zunächst, lass dich bitte mal nicht täuschen, selbstverständlich läuft bei uns auch nicht immer alles 100% perfekt. Was uns sehr hilft ist eine gute Vorausplanung – wie ich das konkret mache, habe ich schon einmal hier detailliert beschrieben – https://moreisnow.com/2017/12/12/organisiert-ins-neue-jahr-starten-meine-mama-kommandozentrale/.

      Planung und gute Organisation sind für mich generell sehr wichtige Aspekte im Leben mit Kindern – ganz viele, auch persönliche Tipps dazu findest du in meinem kostenlosen E-Book #mamageheimwaffen – https://moreisnow.com/freebies-mamageheimwaffen/ – egal, ob KOCHEN & EINKAUFEN, HAUSHALT, REISEN, PFLEGE, uvm. darin wirst du bestimmt fündig.

      Ganz konkret zu deinem Fragen. Ja, ich mache 2x die Woche Sport, am Abend wenn mein Mann zu Hause ist und wir haben auch ab und zu eine Babysitterin. Was bei uns wirklich schwierig ist, ist übers Wochenende alleine wegzufahren. Mit drei Kindern und eingeschränktem Support unserer Familien (aufgrund von Pflegesituation) eigentlich nicht machbar. Aber mal so ein Tag und eine Nacht, machen wir alle paar Monate – zumeist fahren wir da aber nicht weg, sondern gehen Essen, in eine Ausstellung oder auch einmal ins Kino.

      Schlechtes Gewissen mit 3 Kindern und 2 Jobs ist denke ich ganz normal. Irgendetwas bleibt immer auf der Strecke, aber zumeist versuche ich alles positiv zu sehen, schlafe mal eine Nacht drüber und dann sieht die Welt auch wieder anderes aus 😉 Ist jetzt so daher gesagt, aber tatsächlich so, ich ordne meine TO DO Liste dann zumeist noch einmal neu und überlege, was jetzt gerade am wichtigsten ist – so nach dem Motto, wie isst man einen Elefanten? Stück für Stück!

      Ich hoffe, ich konnte deine Fragen beantworten. Wenn nicht, einfach noch einmal melden!

      Liebste Grüße, Olivia

  2. Ulli sagt

    Hmmm, wieder ein netter Bericht. Bei der „Ansichten und Einsichten einer Working Mum“ Reihe komm ich aber nie darum rum mir immer wieder dieselbe Frage zu stellen: „Warum muss es immer eine Working Mum sein?“ und irgendwie impliziert der Titel, dass eine Mum die sich dafür entscheidet daheim zu bleiben keine Working mum ist,….oder? Ich bin auch eine klassische Working Mum, und zwar eine von denen wie sie von dir immer portraitiert werden , nicht jene Frauen die das müssen ,sondern wollen. Ich habe heute lange drüber nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass, sobald ich in der Arbeit ankomme, meine Zeit ( die einzige) mehr oder weniger für mich ist. Mein Hobby. Und ich denke , dass geht vielen Frauen so. Arbeiten gehen ist oft wesentlich entspannter als einen ganzen Tag sich ernsthaft und mit Herz und Hirn offen für seine Kinder da zu sein. Und dabei steckt unsere Mama Grneration noch immer in der Krise, dass wir immer das Gefühl haben keine Zeit für uns zu haben…. Mütter heute stecken Kleinstkinder in Krippen um sich beruflich , oder sonst wie zu verwirklichen , und ich versteh dass, denn auch ich denk mir, wozu hab ich denn studiert? Aber, um nun auf den Punkt zu kommen ;-), was mich mal echt interessieren würde wär ein Betrag über Einsichten und Ansichten einer Mum die bewusst Mama ist und das 24/7 ohne Kinderbetreuung, ohne Job Auszeit, und glücklich damit ist…. ich frage meine Mama oft, ob ihr nichts gefehlt hat ( Sie hat auch 3 Kids großgezogen und war Vollblut Mama ) und sie meint immer, sie war immer glücklich damit . Also, Oma Interviews oder so, würd ich sehr interessant finden , denn auch wenn wir immer glauben , wir müssen die Welt neu erfinden, wir können viel Lernen von den Alten . V.a in puncto Zufriedenheit

    • Hallo Ulli,

      Danke für dein aufrichtiges Feedback zum Post – immerhin habe ich die Frage ja selbst aufgeworfen 😉

      Ich bin ganz bei dir, „Vollzeitmama“ ist ein harter Job, wenn Frau diesen Job mit Ernsthaftigkeit betreibt. Selbstverständlich ist eine „Vollzeitmama“ somit durch und durch „Working Mum“! Auch meine Mutter hat sich damals mit 4 Kindern für einen 24h 365 Tage im Jahr Job entschieden.

      Für /More is Now/ habe ich allerdings von Anfang an für mich definiert, dass das von mir/uns gewählte Lebensmodell im Mittelpunkt stehen soll, somit Familienmanagement und einen Job, für den ich jahrelang studiert habe, im Ausland war und ordentlich viel Flexibilität an den Tag legen musste.

      Und vor allem, wie kann man sich das Leben dabei gemeinsam mit den Kindern maximal schön gestalten!!!

      Ich liebe es Mama zu sein, aber um das richtig gut zu machen, brauche ICH Impulse von außen bzw. noch ein Leben neben dem einer Mutter. Ich finde den Ansatz von Christina durchaus spannend. Ihre Idee alles viel flexibler zu gestalten, die Betreuungsaufgaben zwischen den Partnern gerecht aufzuteilen bzw. in der Zeit, in der die Kinder noch richtig klein sind, einfach als Familie weniger zu arbeiten, das wäre schon so meine Traumvorstellung (eigentlich ist das auch mein Ziel mit meinem Job-Modell Blog). Meistens ist es ja so, dass man gemeinsam als Familie kaum noch Zeit hat – vielleicht mal 1h am Abend und ein paar Stunden am Wochenende:(

      Wichtig ist, dass jede Familie für sich das richtige Modell, in von der Gesellschaft nun mal vorgegebenen Rahmenbedingungen, gestalten kann (und da gäbe es natürlich eine Reihe von Aspekten zu diskutieren – wie du auch sagst, manche Frauen müssen sehr, sehr früh wieder arbeiten, ob sie wollen oder nicht, da sonst einfach zu wenig Geld in der Familienkasse ist).

      Kurz gesagt, ich kann dir nicht versprechen, dass es ein Vollblut Mama Interview geben wird (siehe oben Fokus von /More is Now/), aber vielleicht läuft mir ja mal eine ganz sympathische Mama über den Weg.

      Definitiv kommt beim nächstes Interview eine Künstlerin zu Wort, eine richtig nette noch dazu. Denn auch bei den „Working Mums“ liegt mir ein weites Spektrum sehr am Herzen.

      Ich wünsche euch schon einmal ein ganz entspanntes Osterfest und freue mich schon auf deine nächsten Gedankenanstöße!!! Liebste Grüße, Olivia

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