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Meine 3 liebsten Mama-Kochbücher

…oder meine Retter-in-der-Not, wenn ich mal wieder partout nicht weiß, was ich kochen oder backen soll!

Kennt ihr das auch – bei mir eigentlich immer donnerstags – wenn ich die Einkaufsliste für die kommenden Tage schreibe, keine Ahnung was ich kochen soll? Man muss wissen, dass ich mich bei uns in der Familie um die Essensbeschaffung und deren Zubereitung kümmere. Der Mann ist zwar zwischenzeitlich immer mal wieder bemüht, aber die Ergebnisse führten bei mir zur Erkenntnis, besser selber machen als delegieren.

Ähnlich verhält es sich auch beim Aufspüren von diversen „Trag-dich-doch-mal-ein-Listen“ in Krippe, Kindergarten oder Schule. Jede Mama kennt sie. Natürlich muss man sich nicht in die „Wer bringt was zur KIGA-Sommerparty?-Liste“ eintragen oder man könnte auch mal etwas Fertiges kaufen. Aber das Mama-Herz tief in mir drinnen spricht eine andere Sprache. So raffe ich mich also auf und trage einen immer gern gesehenen Kuchen oder, auch beliebt, Muffins in die Liste ein. Termin wird natürlich sofort abfotografiert und zu Hause rot in den Familienkalender eingetragen. Rückt der Tag der Ablieferung des Kuchens allerdings näher, soll es dann doch ein möglichst fixes, gleichzeitig aber vorzeigbares Ergebnis sein.

Falls ihr also vor ähnlichen Fragen steht, dann schafft dieser Post Abhilfe. Ich habe mir nämlich in den letzten Jahren als Mama so einige kulinarische Geheimwaffen zugelegt, die essenstechnisch die Familie überzeugen und auch Eltern bei diversen Kindergartenfestivitäten nach dem Rezept fragen lassen. Dann mal los!

Kochbuch Nr. 1: Die grüne Küche: Köstliche vegetarische Ideen für jeden Tag von Luise Vindahl und David Frenkiel

Eigentlich bin ich im Netz auf die beiden gestoßen. Luise und Frenkiel betreiben den wunderbaren Blog „Green Kitchen Stories„. Hier unbedingt einmal reinschauen! Ich verrate nur, die Bilder und die kurzen YouTube Clips zu ihren Gerichten sind großartig. Man will am liebsten sofort und auf der Stelle loskochen.

Die beiden leben gemeinsam mit ihren inzwischen drei wirklich entzückenden Kindern – Elsa, Isac und Gabriel – in Stockholm. Ich liebe ihre familientauglichen, vegetarischen Rezepte. Sie sind zügig gemacht und schmecken den Kindern. Statt Nudeln, Reis und Kartoffeln wandern auch mal Amaranth, Quinoa und Buchweizen in die Pfanne. Anstelle von Mehl werden Bananen und Kokosnüsse für klassische Mehlpfannkuchen verwendet. Unser all time favorite Rezept aus „Die grüne Küche“ ist der Brombeer-Haferflocken-Auflauf. Den gibt es bei uns ganz oft zum Abendessen, allerdings nicht mit Brombeeren, sondern mit Heidelbeeren und mit Kokos-Vanillejoghurt als Topping als Ersatz für herkömmliche Vanillesauce. Besonders unser Großer, er ist ein Süßer, könnte in dem Auflauf baden. Und als Mama kann man den Kids mit gutem Gewissen eine gesunde Süßspeise vorsetzen. Inzwischen sind wir auch stolze Besitzer von Die Grüne Küche: Smoothies & Co. und ihr neuestes Werk Green Kitchen at Home: Quick and Healthy Vegetarian Food for Everyday (bisher nur englischsprachig) ist soeben auf dem Weg zu uns!

Kochbuch Nr. 2: Put a Lot of Love in It von Alexandra Palla

Auch Alexandra betreibt einen Blog, verkauft in ihrem Online-Shop stylische Kochaccessoires wie das Roughcut-Board aka Schneidebrett – wir lieben es – und veranstaltet in ihrem Studio diverse Events rund um Kochen & Kulinarik. Sie ist für mich die Verkörperung der neuen österreichischen Powerfrau, entstammt der Thum-Dynastie (Spitzen Fleischhauer-Familie) und sprüht nur so vor Lebensenergie. By the way einen tollen Style hat sie auch noch on top. Also besorgt euch unbedingt ihr Kochbuch oder schaut mal auf ihrer Website vorbei. Ihr werdet nicht enttäuscht sein. Und bevor ich es noch vergesse, das „Verrückte Paprikahendl“ mit selbstgemachten Spätzle (gekaufte schmecken auch, am liebsten die Topfenspätzle von Johanna Maier, in Österreich bei Spar erhältlich) gibt es bei uns immer dann, wenn sich die Schwiegereltern zum Mittagessen ankündigen. Nicht nur die Großeltern-Generation schmelzt beim Paprikahendl dahin, auch die Kinder schlecken sich die Finder ab, wenn Mama das Hendl am besten schon am Abend davor vorkocht. Dann schmeckt es aufgewärmt nämlich noch besser!!!

Um noch mal auf den Anfang dieses Posts zurück zu kommen, ihr erinnert euch, an die ausgehängte Liste und so… Ja, dann empfehle ich das „Schnelle Bananenbrot“ für das Laternenfest und den „Super-Susi-Guglhupf“ als Mitbringsel für das nächste KIGA-Sommerabschlussfest.

Kochbuch Nr. 3 Nestküche: Ein Kochbuch für Eltern und Babys erstes Jahr (GU Familienküche) von von Jacqueline Rupp und Sven Christ (gibt es bei Amazon noch gebraucht zu erstehen)

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich das Buch nach der Geburt unseres Sohnes erstanden. Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht etwas unscheinbar, aber viele darin vorgestellte Rezepte sind einfach top. Man findet Inspiration für Gerichte während der Schwangerschaft, Geburt & Stillzeit und danach. Sehr zu empfehlen und durchdacht finde ich die Tipps und Rezepte für die Phase „mit dem Baby allein zu Hause“ und „Papa kocht vor“. Ja, es werden teilweise (Halb-)Fertigprodukte in den Rezepten eingebaut, damit es mal schneller geht. Aber sind wir uns doch mal ehrlich, immer noch besser als das Kebab vom Türken neben an. Gerade in den ersten Wochen und Monaten alleine mit Kind zu Hause, in denen man erst seinen Rhythmus finden muss und meistens nur eine Hand frei hat. um den Kochlöffel zu schwingen, ist man froh über ratzfatz Rezepte, die auch noch mega schmecken.

Die Rezepte aus der Nestküche begleiten uns auch jetzt noch regelmäßig. Immer beliebt der Wachtelbohnen/Käferbohnensalat mit Avocado. In nicht einmal 15 Minuten gemacht und danach herrscht Stille. Ein gutes Zeichen, denn das heißt, allen schmeckt’s. Viel Spaß beim Nachkochen bzw. Nachbacken!

Rezept: Wachtelbohnensalat mit Avocado (wir wandeln es immer ein wenig ab)

Für ca. 4 Portionen

  • 200g Wachtelbohnen/Käferbohnen  (ich nehme immer die vorgekochte Variante in der Dose)
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 Zwiebel
  • 4 Avocados
  • 50g getrocknete Tomaten
  • 1 halber Bund Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • Prise Salz/ Pfeffer

Für das Dressing:

  • 6 EL Walnussöl
  • 4 EL dunkler Balsamico
  • 1 TL Senf
  • 2 TL Honig

Rosmarinnadeln hacken. Zwiebel schälen, in feine Streifen schneiden und in Olivenöl glasig anbraten. Zitronensaft mit klein geschnittener Avocado mischen. Bohnen, Zwiebel und Avocado in eine Schüssel geben. Getrocknete Tomaten in Streifen schneiden. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Beides zum Salat geben. Walnussöl, Balsamico, Senf, Honig und Salz am besten in einem verschlossenen Schraubglas kräftig schütteln und über den Salat gießen. Nach Belieben pfeffern.

Guten Appetit!

Und jetzt bin ich natürlich gespannt auf eure Tipps. Habt ihr auch so „Retter-in-der-Not“-Kochbücher und, wenn ja, welche Lieblingsrezepte kocht ihr daraus?

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